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Programm ETOPS

Während des Transatlantikfluges wird auf den Bildschirmen in der Kabine eine Karte mit der Flugbahn und mit einem kleinen Flugzeug gezeigt. Warum fliegen Piloten in einer Kurve, nicht direkt? Es wäre ja viel schneller!

Die Antwort ist sehr einfach – nehmen Sie zum Beispiel einen Globus, eine Orange, ein beliebiges kugelförmiges Objekt und versuchen Sie daran eine Route zu erstellen, indem Sie einen Faden dazu anfügen. Oder erinnern Sie sich daran, wie Künstler die Meridiane auf der Weltkarte gewölbt haben, um die Form unseres Planeten richtig wiederzugeben. Und das ist bei weitem keine vollständige Antwort. Das Flugzeug fliegt niemals in einer geraden Linie. Wenn wir darüber hinaus den gesamten Weg des Flugzeugs mit präziseren Koordinaten verfolgen, stellt sich heraus, dass es beinahe im Zickzack fliegt.

Das Programm ETOPS (Advanced Rules for Twin-Engine Flights, oder Erweiterte Regeln für Flüge für zweimotorige Flugzeuge) ist dafür zuständig, da es besondere Anforderungen für Flüge über ein unorientiertes Gelände stellt. Entsprechend diesen Regeln muss die Flugroute so gebaut sein, dass sie ständig innerhalb einer bestimmten Flugzeit zum nächstgelegenen Flugplatz ist, wo im Falle des Ausfalls eines der Triebwerke eine Notlandung möglich wäre.

Sie werden gewiss zustimmen, dass es immerhin besser ist, solche Notlandung auf einer, sei es auch entfernten, Landebahn zu machen, als in den Bergen oder auf der Meeresoberfläche. Nun, die Wetterbedingungen beeinflussen auch die Flugbahn. Natürlich wird das Flugzeug nicht durch leichten Regen oder Schnee behindert, aber es kann, wenn nötig, den Kurs anpassen, um besonders aggressive Wetterbedingungen zu vermeiden.

Video — Flugrouten und der Globus