Die Slowakei plant, die gesamte F-16-Lieferung bis 2026 abzuschließen, wobei die volle Einsatzbereitschaft bis zum Sommer 2025 erreicht sein soll.

KUCHYŇA – Zwei weitere F-16 Block 70 trafen am Mittwochnachmittag ein. Damit verfügt die slowakische Luftwaffe nun über fünf Jets dieses Typs. Die Lieferung ist Teil eines größeren Modernisierungsprogramms. Schritt für Schritt soll so die Verteidigungsfähigkeit des Landes gestärkt werden.
2 more new F-16 Block 70 landed today in Slovakia. Making it 5 in total. Still using temp airbase Kuchyna until the Sliac airbase is ready. https://t.co/L6oYYbwg5P
— Martin Huba 🇸🇰🇪🇺🇺🇦🇬🇪 (@matosalka) April 2, 2025
Die neuen Jets wurden in einem zweistufigen Überführungsflug geliefert – zunächst über den Atlantik zur spanischen Luftwaffenbasis Morón, anschließend weiter nach Kuchyňa. Die Flüge dienten gleichzeitig als technischer Nachweis der Einsatzbereitschaft und als Bewährungsprobe für die Überführungsteams des Herstellers.
Die Maschinen befinden sich derzeit in der Phase der Zertifizierung und operativen Integration. Die volle Einsatzfähigkeit wird laut Verteidigungsministerium für Sommer 2025 erwartet. Bereits jetzt nehmen sieben ausgebildete slowakische Piloten an Test- und Zertifizierungsflügen teil. Sechs weitere sollen ihre Ausbildung noch dieses Jahr in den USA abschließen. Gemeinsam mit geschultem Bodenpersonal sollen sie anschließend sowohl Trainings- als auch operative Aufgaben übernehmen.
Die Anschaffung geht auf ein Regierungsabkommen mit den USA zurück. Es wurde im Dezember 2018 unterzeichnet. Bestellt wurden 14 F-16C/D Fighting Falcon Block 70. Zwölf davon sind Einsitzer, zwei sind Doppelsitzer. Der Gesamtwert liegt bei rund 1,9 Milliarden US-Dollar.
Die ersten Auslieferungen waren ursprünglich für 2022 und 2023 geplant. Wegen der Pandemie kam es jedoch zu erheblichen Verzögerungen. Fünf weitere Jets sollen 2025 folgen. Die komplette Übergabe ist für 2026 vorgesehen.
Die Slowakei ist das erste Land in Europa, das die modernste F-16-Version betreibt. Das Verteidigungsministerium schließt zusätzliche Beschaffungen nicht aus. Eine vollständige Staffel könnte langfristig realisiert werden.