ANA Holdings bestellt 77 neue Flugzeuge, um internationale Kapazitäten auszubauen und die Inlandseffizienz zu steigern, mit Fokus auf Nachhaltigkeit bis 2030.

Tokyo – ANA Holdings Inc. (ANAHD) setzt auf Wachstum und Modernisierung: Der japanische Luftfahrtkonzern hat beschlossen, insgesamt 77 neue Flugzeuge zu bestellen, darunter 68 fest bestellte Maschinen und 9 Optionen. Besonders im Fokus stehen moderne Regionaljets, die den Flugbetrieb auf Inlandsstrecken flexibler gestalten sollen.
Erweiterung der internationalen Flotte mit Boeing 787-9
ANA reagiert auf die wachsende Nachfrage auf internationalen Strecken. Besonders Asien-Nordamerika spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Airline nimmt 18 Boeing 787-9 mit GE-Triebwerken in die Flotte auf. Diese Langstreckenjets sollen die Kapazitäten deutlich erhöhen. Bis 2030 plant ANA eine Steigerung der angebotenen Sitzkilometer auf internationalen Routen um das 1,5-Fache im Vergleich zu 2023.
Einführung von modernen Regionaljets für den Inlandsverkehr
Ein wichtiger Teil der Flottenerneuerung ist die Bestellung von 20 Embraer E190-E2. Diese modernen Regionaljets bieten rund 100 Sitzplätze. Zum ersten Mal werden sie in Japan eingeführt. Ihr Ziel: mehr Effizienz auf Inlandsrouten. Neue Triebwerke senken den Treibstoffverbrauch und reduzieren Lärmemissionen. Der Einsatz beginnt im Geschäftsjahr 2028.
Ausbau der Mittelstreckenflotte mit Airbus A321XLR
Auch Peach Aviation wird von der Bestellung profitieren. Drei Airbus A321XLR sollen das Streckennetz auf Mittel- und Langstrecken erweitern. Zusätzlich bestellt die Airline zehn Airbus A321neo. Weitere Maschinen der Boeing 737-8-Serie kommen hinzu acht fest, vier optional. So wird die bestehende Flotte modernisiert.
Nachhaltigkeit und Flottenoptimierung bis 2030
ANAHD verfolgt eine umfassende Flottenstrategie. Sie will nicht nur Kapazitäten ausbauen, sondern auch die Umweltbilanz verbessern. Bis 2030 soll der Anteil treibstoffeffizienter Flugzeuge auf 91 steigen. Die ANA Group wird dann rund 320 Maschinen betreiben. Davon gehören etwa 120 zur Boeing 787-Serie.
Koji Shibata, CEO von ANA Holdings, sieht die Investition als entscheidenden Schritt. Sie soll das zukünftige Wachstum sichern. Der Fokus liegt auf dem Ausbau internationaler Strecken und modernen Regionaljets. Beides stärkt die Wettbewerbsfähigkeit. Auch die Profitabilität soll langfristig steigen.