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Türkei erhält moderne Eurofighter Typhoon-Kampfjets

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Die Türkei modernisiert ihre Luftwaffe mit 40 Eurofighter Typhoon Tranche 4 und intensiviert die militärische Zusammenarbeit mit Europa.

Eurofighter für die Türkei
Die Türkei investiert in 40 Eurofighter Typhoon Tranche 4. Quelle: Reuters

Die türkische Luftwaffe steht vor einer bedeutenden Aufrüstung: Ankara plant den Kauf von hochmodernen Eurofighter Typhoon Tranche 4. Nach intensiven Verhandlungen mit Großbritannien könnte der Vertrag über 40 Maschinen in Kürze unterzeichnet werden. Die ersten Jets sollen bereits vor 2028 ausgeliefert werden und das militärische Kräfteverhältnis in der Region beeinflussen.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Türkei nicht auf die älteren Tranche-1-Modelle setzt, sondern auf die neueste Version des Kampfflugzeugs. Verteidigungsinsider berichten, dass Ankara auf eine Mischung aus neuen und bereits produzierten Maschinen setzt, um die Lieferzeiten zu optimieren. Ein hochrangiger Vertreter des Verteidigungsministeriums bestätigte, dass der Erwerb von Jets aus laufender Produktion bevorzugt werde.

Militärische Zusammenarbeit mit Großbritannien

Die strategische Bedeutung des Deals geht über den bloßen Flugzeugkauf hinaus. In London traf sich eine türkische Delegation unter der Leitung von Luftwaffenchef Ziya Cemal Kadıoğlu mit britischen Militärvertretern. Dabei ging es um die finale Entscheidung zur Eurofighter-Beschaffung. Zudem sprachen sie über eine mögliche Zusammenarbeit bei Transportflugzeugen. Auch die Entwicklung des türkischen Kampfjets KAAN war ein Thema.

Mehrgleisige Modernisierungsstrategie

Neben den Eurofightern setzt die Türkei auf ein mehrgleisiges Modernisierungsprogramm. Die Beschaffung von 40 F-16 Block 70 aus den USA wurde bereits vereinbart, verzögert sich jedoch. Parallel dazu wird mit Hochdruck am eigenen Kampfflugzeug KAAN gearbeitet, das ab 2028 einsatzbereit sein soll. Die Möglichkeit einer Rückkehr ins F-35-Programm bleibt ein strategisches Gesprächsthema.

Auch international ist das Interesse an modernen Kampfjets hoch. Spanien hat kürzlich eine Erweiterung seiner Eurofighter-Flotte beschlossen, und Deutschland treibt die Weiterentwicklung voran. Experten sehen in der aktuellen Dynamik eine verstärkte europäische Kooperation im Verteidigungssektor. Die Türkei positioniert sich in diesem Umfeld als ambitionierter Akteur mit wachsendem technologischen Einfluss.

Helga wurde 1988 in Hamburg geboren und interessiert sich schon lange für die Welt der Luftfahrt. Nach ihrem Studium der Medienwissenschaften an der Universität Hamburg hat sie in verschiedenen Redaktionen Erfahrungen gesammelt. Seit 2019 ist sie Teil des Teams von FlightRadars24, wo sie spannende Geschichten über Flugzeuge, Flughäfen und die Technologie dahinter recherchiert und schreibt. Ihre Artikel zeichnen sich durch fundierte Fakten und eine klare, leserfreundliche Sprache aus. In ihrer Freizeit liebt sie es, neue Orte zu erkunden und die neuesten Entwicklungen in der Luftfahrtbranche zu verfolgen.