Ein Flugzeugabsturz in den Schweizer Alpen forderte drei dänische Todesopfer die Ursache wird untersucht.

Ein schweres Unglück erschüttert die Schweizer Alpen: Ein kleines Privatflugzeug stürzte am Montagnachmittag kurz nach dem Start in der Nähe des Engadin Airports ab. An Bord befand sich eine dänische Familie, die das Unglück nicht überlebte.
Ein Flugzeugabsturz in der Schweiz führte zum Tod einer Familie aus Dänemark. Über die Umstände der Katastrophe wird derzeit noch gerätselt. https://t.co/HQpOHkKXZ9
— stern (@sternde) March 19, 2025
Laut Angaben der Polizei Graubünden hob die sechssitzige Extra EA-400 um 17:20 Uhr vom Engadin Airport ab, mit dem Ziel Roskilde in Dänemark. Doch nur zwei Minuten nach dem Start kam es zur Katastrophe: Das Flugzeug stürzte am nördlichen Rand des Dorfes La Punt Chamues in ein Ferienhausgebiet. Ein glücklicher Zufall verhinderte Schlimmeres, denn in dieser Jahreszeit sind die meisten Häuser dort unbewohnt.
Augenzeuge berichtet von dramatischen Momenten
Ein Augenzeuge schilderte, dass das Flugzeug in den letzten Sekunden vor dem Aufprall mehrmals um die eigene Achse rotierte. Dann habe es eine Explosion gegeben. Ein riesiger Feuerball sei entstanden.
Die Einsatzkräfte waren schnell vor Ort, konnten jedoch nichts mehr für die Insassen tun. Das Flugzeug brannte völlig aus. Wäre es nur einige Dutzend Meter weiter unten abgestürzt, hätte es auch Wohnhäuser treffen können, sagte Bürgermeister Peter Tomaschett.
Opfer: Bekannte Anwältin aus Dänemark und ihre Familie
Obwohl die Identitäten offiziell noch nicht bestätigt wurden, handelt es sich bei den Opfern offenbar um Line Markert, eine prominente Anwältin und Leiterin der Kanzlei Horten, ihren Partner Andreas Christensen und ihren Sohn. Der Junge besuchte die neunte Klasse einer Schule auf Süd-Fünen. Markert hatte laut ihrem LinkedIn-Profil in Kopenhagen gelebt und ihr Studium der internationalen Politik an der Miami University in den USA absolviert.
Ursache des Absturzes noch unklar
Bisher gibt es keine offiziellen Angaben zur Absturzursache. Die Bundesanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um den Vorfall aufzuklären.
Es ist bereits der zweite Flugzeugabsturz eines Kleinflugzeugs in der Schweiz in diesem Jahr. Erst am 6. Februar stürzte ein fünfsitziges Turboprop-Flugzeug in der Nähe des Flugplatzes Grenchen ab. Damals überlebten alle drei Insassen, wenn auch mit teils schweren Verletzungen.
Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Kleinflugzeugen in den Alpen auf. Engadin Airport liegt auf 1.700 Metern Höhe und zählt zu den höchstgelegenen Flugplätzen Europas. Piloten stehen hier vor besonderen Herausforderungen. Experten vermuten Wetterbedingungen oder riskante Flugmanöver als mögliche Ursachen.
Die Ermittlungen laufen, während Freunde und Familie der Opfer um ihre Liebsten trauern. Auch in den USA gab es kürzlich einen dramatischen Vorfall in der Luftfahrt: Ein Flugzeug der American Airlines fing nach der Landung in Denver Feuer, wobei zwölf Menschen leichte Verletzungen erlitten.