Flightradars24 Luftfahrt Nachrichten AH-64E Apache-Hubschrauber verstärken Aufklärung und Feuerunterstützung der britischen Streitkräfte

AH-64E Apache-Hubschrauber verstärken Aufklärung und Feuerunterstützung der britischen Streitkräfte

Infos TEILEN
Lesezeit: 2 Minuten

Die britischen Streitkräfte verstärken mit neuen AH-64E Apache-Hubschraubern ihre Luftangriffs- und Aufklärungsfähigkeiten.

Großbritanniens AH-64E Apache
Die britische Armee modernisiert ihre Flotte mit 50 AH-64E Apache-Hubschraubern. Quelle: UK Apache Resource Centre

Die britischen Streitkräfte verstärken ihre Luftangriffs- und Aufklärungsfähigkeiten. Drei weitere Boeing AH-64E Apache-Kampfhubschrauber wurden geliefert. Damit steigt die Zahl der aktiven AH-64E im Army Air Corps auf 47. Drei weitere Maschinen werden in Kürze erwartet. Insgesamt wurden 50 Einheiten bestellt. Mit diesem Modernisierungsprogramm ersetzt das Verteidigungsministerium schrittweise die veraltete Apache Mk 1-Version. Diese basiert auf dem AH-64D und ist seit Jahrzehnten im Einsatz.

Der AH-64E bringt wesentliche technologische Verbesserungen mit. Seine Kampfkraft und Widerstandsfähigkeit sind erheblich gesteigert. Der vielseitige Hubschrauber ist für viele Einsätze konzipiert: Panzerbekämpfung, Aufklärung, Zielerfassung (ISTAR), Begleitschutz und Truppenabsicherung. Auch das Waffensystem setzt neue Maßstäbe. Die 30-mm-M230-Kanone erreicht eine Feuerrate von bis zu 650 Schuss pro Minute. Zusätzlich kann der Hubschrauber bis zu 76 70-mm-Raketen tragen. Außerdem verfügt er über 16 Hellfire-Lenkflugkörper. Diese bekämpfen gepanzerte Fahrzeuge und befestigte Stellungen auf große Distanzen.

Hochentwickelte optische und thermische Sensoren ermöglichen präzise Zielerfassung. Sie unterstützen zudem die Navigation bei schlechten Sichtverhältnissen. Ein integriertes elektronisches Schutzsystem verbessert die Überlebensfähigkeit. Es schützt vor Luft- und Bodenbedrohungen. Dadurch kann der AH-64E auch in Hochrisiko-Szenarien operieren. Selbst gegen moderne Luftverteidigungssysteme.

Die Integration des AH-64E in die britischen Streitkräfte ist ein entscheidender Schritt. Die Luftkampfkapazitäten des Army Air Corps werden modernisiert. Dank seiner modularen Architektur ist der AH-64E flexibel. Er passt sich an neue Bedrohungslagen an. Zusätzliche externe Treibstofftanks erweitern die Reichweite. So bleibt der Hubschrauber länger in Einsatzgebieten präsent.

Boeing produziert den AH-64E mit einer internationalen Lieferkette. Der Rumpf entsteht in Indien durch Tata Advanced Systems. Diese globale Kooperation optimiert Lieferzeiten und senkt Kosten. Gleichzeitig bleiben die Qualitätsstandards hoch. Das Vereinigte Königreich ist der führende europäische Betreiber des AH-64E. Polen wird diesen Platz bald einnehmen, sobald es seine 96 bestellten Einheiten erhält.

Die ersten britischen AH-64E wurden im November 2020 ausgeliefert. Im Oktober 2023 erreichte das erste Regiment die initiale Einsatzfähigkeit. Ursprünglich sollten alle 50 Hubschrauber bis 2024 in Dienst gestellt sein. Doch logistische Herausforderungen verzögern das Programm um ein Jahr. Nach Abschluss der Lieferung verfügt das Army Air Corps über eine vollständig modernisierte Flotte. Sie wird den aktuellen Einsatzanforderungen gerecht.

Der AH-64E gewinnt auch international an Bedeutung. Die weltweite Nachfrage steigt. Moderne Kampfhubschrauber sind gefragter denn je. Während Großbritannien bereits den Großteil seiner AH-64E erhalten hat, wartet Indien weiterhin auf die Lieferung und sieht sich mit erneuten Verzögerungen konfrontiert.

Helga wurde 1988 in Hamburg geboren und interessiert sich schon lange für die Welt der Luftfahrt. Nach ihrem Studium der Medienwissenschaften an der Universität Hamburg hat sie in verschiedenen Redaktionen Erfahrungen gesammelt. Seit 2019 ist sie Teil des Teams von FlightRadars24, wo sie spannende Geschichten über Flugzeuge, Flughäfen und die Technologie dahinter recherchiert und schreibt. Ihre Artikel zeichnen sich durch fundierte Fakten und eine klare, leserfreundliche Sprache aus. In ihrer Freizeit liebt sie es, neue Orte zu erkunden und die neuesten Entwicklungen in der Luftfahrtbranche zu verfolgen.