Ein US-B52H-Bomber flog nahe der russischen Grenze, während die NATO ihre Präsenz in der Region verstärkt.

Ein strategischer Bomber des Typs B-52H Stratofortress der US-Luftwaffe ist laut Daten von FlightRadar24 im estnischen Luftraum gesichtet worden. Das Langstreckenflugzeug, das auch nukleare Waffen transportieren kann, wurde von mehreren F-35A Lightning II-Kampfjets eskortiert und flog zeitweise in die Nähe der russischen Grenze.
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An American B-52 Stratofortress strategic bomber is flying over Estonia near the Russian border on the 3rd anniversary of Russia’s full-scale invasion to remind everyone that the Americans are still in Europe
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— Visegrád 24 (@visegrad24) February 24, 2025
Die B-52H Stratofortress ist ein Langstreckenbomber. Boeing entwickelte sie in den 1950er Jahren. Bis heute bleibt sie ein wichtiger Teil der US-Bomberflotte. Sie kann konventionelle und nukleare Waffen tragen. Auch interkontinentale Einsätze sind möglich.
Der Flug erfolgte im Rahmen laufender NATO-Luftüberwachungsmissionen über dem Baltikum. Diese Einsätze sollen die gemeinsame Verteidigung der Alliierten stärken und potenzielle Bedrohungen abschrecken.

Die NATO verstärkt zudem ihre maritime Präsenz in der Ostsee. Bis zu zehn Kriegsschiffe werden dort stationiert. Sie sollen kritische Unterwasserinfrastruktur schützen, etwa Energie- und Kommunikationsleitungen. Der Einsatz startet diese Woche. Er könnte bis April dauern. Hintergrund sind jüngste Beschädigungen von Unterseekabeln. Finnland und Estland machen ein russisches Tankschiff dafür verantwortlich.
Auch die US-Luftwaffe baut ihre Präsenz aus. Zwei B-52H Stratofortress-Bomber wurden nach Rumänien verlegt. Ihr Stützpunkt: die Mihail-Kogălniceanu-Luftwaffenbasis. Sie liegt unweit der ukrainischen Grenze. Diese Verlegung ist Teil einer NATO-Integrationsmission. Sie umfasst Trainingsflüge, die bereits über der finnisch-russischen Grenze stattgefunden haben. Laut der US-Luftwaffe in Europa sind solche Einsätze Teil der regelmäßigen „Bomber Task Force“-Operationen. Das Ziel: Die Zusammenarbeit mit NATO-Partnern vertiefen und die Abschreckungsfähigkeit des Bündnisses demonstrieren.